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Herkunft

 

Urkundlich ist die Gemeinde Wiesendangen in der Schenkungsurkunde von Graf Isanbards vom 29. Februar 804 erstmals erwähnt. Damit durfte die Gemeinde im Jahr 2004 das 1200-jährige Bestehen feiern. Historiker gehen jedoch davon aus, dass das Dorf Wiesendangen zwischen 600 und 650 als Siedlungsmittelpunkt gegründet worden ist. Da die alte Römerstrasse von Oberwinterthur nach Pfyn teilweise im Gemeindegebiet von Wiesendangen verlief, entstanden in deren Einzugsgebiet auch römische Niederlassungen. Solche wurden bisher im Steinegg bereits 1838 aufgefunden, ferner oberhalb des Hofes Hinteregg sowie in der Nähe des Rebhofes. Im Gebiet Wannen stiess man auf Keramikfragmente der römischen Epoche, in Menzengrüt fasste man erneut die Römerstrasse, während aufgefundene Fragmente einer römischen Wasserleitung bisher nicht lokalisiert sind. Der zeitliche Schwerpunkt aller dieser römischen Siedlungsreste liegt im zweiten und dritten nachchristlichen Jahrhundert. In einem späteren Schub ergriffen knapp nach 600 die Alemannen vom Gebiet Wiesendangen Besitz und urbanisierten es unter fränkischem Einfluss: allerdings sind diese Siedlungsspuren spärlich. Mit der erstmaligen Erwähnung im Jahre 804 entwickelte sich der Ort zu einem Siedlungsschwerpunkt, welcher von einem Kranz von kleinen Vorwerken (Attikon, Wallikon, Strüdlikon, möglicherweise auch Bertschikon) umgeben war. Durch Güterabtausch arrondierte St. Gallen 897 seinen Wiesendanger Besitz, der ihm aber wahrscheinlich durch die Nellenburger im 11./12. Jahrhundert entfremdet wurde. 1155 befand sich der Hof Wiesendangen mit der Kirche, eingeschlossen wohl auch die grundherrliche Gerichtsbarkeit, in der Hand des Konstanzer Domstiftes, gelangte aber zu unbestimmbarem Zeitpunkt an die Benediktinerabtei Petershausen, welche die Güter 1285 besass. Die grundherrlichen Rechte aber blieben Lehen des Bischofs. Teile des St. Gallen entfremdeten Besitzes blieben jedoch weiterhin in der Hand der einflussreichen Nellenburger, welche zu dessen Sicherung im Dorf einen Wohnturm errichten liessen. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts sass mit "Berchtoldus de Wisendangen" dort einer ihrer Vasallen. Der Freisitz konnte jedoch den Aufbau und Ausbau der Dorfherrschaft des Klosters Petershausen, Konstanz, nicht einschneidend beeinflussen oder verhindern. Mit Konrad II. von Heiligenberg (1193), Walther von Klingen (1209) und nach dem Aussterben des Geschlechts im 15. Jahrhundert den Grafen von Fürstenberg (1471) besassen praktisch ausschliesslich freiadelige Geschlechter die Vogtei Wiesendangen. Diese Rechte verblieben bis 1798 in der Hand der später gefürsteten Familie von Fürstenberg. Als die Stadt Zürich die Herrschaft Hegi erwarb, gehörten dazu auch Meieramt und Vogtei zu Wiesendangen und Buch. Weil die Stadt bereits 1580 den umfangreichen Güterkomplex des Klosters Petershausen in Wiesendangen und Buch an sich gebracht hatte, befand sie sich nun im Besitz aller Güter und Rechte. Am Ende des 16. Jahrhunderts befanden sich auch die ehemaligen Vorwerke Attikon, Wallikon und Buch sowie der Hof Menzengrüt im Besitze der Stadt Zürich, so dass das heutige Gemeindegebiet gesamthaft dem Stadtstaat einverleibt war.

Das Buch "Geschichte der Gemeinde Wiesendangen" ist nach wie vor am Schalter der Gemeindeverwaltung erhältlich. Die 1970 erschienene Publikation enthält auf 440 Seiten umfassende Informationen. In einem ersten Teil "Von den Anfängen bis in die Zeit der Gnädigen Herren" und in einem zweiten Teil "Vom alten Zürcher Staat in die neue Zeit" wird die Entwicklung unseres Dorfes aufgezeigt. Die Gemeindechronik kostet Fr. 28.80. Ebenfalls erhältlich ist auf der Gemeindekanzlei eine Fotomappe für Fr. 35.-- mit interessanten Aufnahmen der letzten 150 Jahre.

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